Kommentar der Woche (16)

 

Dialektik der Vernebelung

Der Philosoph Jürgen Habermas wird am 18. Juni 90 Jahre alt

 

Am 9. August 1990 sprach die Grünen-Politikerin und ehemalige Pastorin Antje Vollmer im Bonner Bundestag die sogenannten 68er und die Bundesrepublik heilig:“Die europäische Welt hat keine Angst mehr vor den Deutschen, weil wir 1968 aufgebrochen sind, weil wir das Law-and-Order-Denken herausgeblasen haben aus diesem Land, weil wir, eine andere Generation, diese deutsche Gesellschaft gründlich zivilisiert haben.“ Dem Satz folgte Übles. Wenig später durchlief eine Pogromwelle gegen Migranten das Land, das Grundrecht auf Asyl wurde abgeschafft und Frau Vollmers Partei war gemeinsam mit der SPD vorneweg dabei, „humanitäre Interventionen“ anzuzetteln, das heißt Angriffskriege. Das beschönigende Urteil der Theologin über die Geschichte des westdeutschen Staates wird von der „Weltmacht Habermas“, so titelte „Die Zeit“ zu dessen 80. Geburtstag, geteilt. Nach ihm hat die Bundesrepublik seit 1968 eine „Fundamentalliberalisierung“ durchlaufen. …

zum 'Glückwunsch' von Arnold Schölzel

Kommentar der Woche (15)

 

Das wird nicht irgendein Festival“, sagt Lena Kreymann, Bundesvorsitzende der SDAJ. „Das wird ein Ort des solidarischen Widerstands gegen Krieg und Faschismus, für eine Kultur jenseits von Kommerz und Konkurrenz, für eine Welt, in der wir selbst bestimmen statt in Schule, Uni und Betrieb lohngekürzt, aussortiert und immer mehr unter Druck gesetzt zu werden. Das wird eine Party, von uns organisiert und für unsere eigene Zukunft

mehr zum Festival der Jugend

Kommentar der Woche (14)

 

Kampfauftrag - Patrik Köbele zum Grundgesetz

 

... Der Antifaschismus des Art 139 des GG wurde niemals konsequent umgesetzt. Die Artikel 14 und 15 des Grundgesetzes, die zum Gebrauch des Eigentums im Interesse des Gemeinwohls verpflichten und die die Möglichkeit zur Vergesellschaftung von „Grund und Boden, Naturschätzen und Produktionsmitteln“ beinhalten, wurden von Anfang an in die Vergessenheit gedrängt. Heute fordert der Verfassungsfeind und FDP-Chef Lindner deren Abschaffung.
 

Trotz alledem bleibt es dabei: Verfassungsfragen sind Machtfragen. Das Grundgesetz, so ausgehöhlt es ist, es schreibt den Kapitalismus nicht fest. Auf dem Boden vieler seiner Grundrechte lässt sich kämpfen, auch wenn viele Deformationen, Änderungen, Interpretationen rückgängig zu machen sind.
 

Agendapolitik, Hochrüstung, Kriegseinsätze, Arbeitslosigkeit, Armut, Katastrophe im Gesundheitswesen, Bildungsnotstand sind Anschläge auf die Würde des Menschen, sind Verfassungsbruch, werden aber aufgrund des Kräfteverhältnisses nicht verfolgt. Der Jahrestag des Grundgesetzes ist ein Kampfauftrag, dies zu ändern.
 

Und natürlich wollen wir eine Verfassung, die die Grundrechte erweitert. In die Verfassung gehört das Recht auf Arbeit und das Recht auf bezahlbaren Wohnraum, das Recht auf kostenlose Bildung. Der Artikel über die kommunale Selbstverwaltung ist zu ergänzen um die Finanzierungsverpflichtung durch Bund und Länder – natürlich ist die Schuldenbremse zu streichen.
 

Und als Wichtigstes, Krieg, Militarisierung, Hochrüstung sowie die Mitgliedschaft in Aggressionsbündnissen wie der NATO sind zu verbieten – hier lässt sich viel von der neuen Verfassung des sozialistischen Kuba lernen, die übrigens, im Unterschied zum Grundgesetz, vom Volk beschlossen wurde.

 

Auszug aus uz vom 17.05.

 

Zum ganzen Text

Kommentar der Woche (13)

 

Pressemitteilung der Polizei Dortmund

 

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange begrüßt das heutige Urteil des Amtsgerichtes Dortmund gegen einen bekannten Dortmunder Rechtsextremisten.

Steven F. war am 29. November 2018 festgenommen worden, weil er Straftaten begangen hatte, die darauf abzielten, die Martener Bevölkerung einzuschüchtern.

„Das heutige Urteil sendet ein deutliches Signal in Richtung der rechten Szene, die wir intensiv im Blick haben und der wir keine Freiräume in Dortmund lassen“ so der Polizeipräsident. „Rechtsextremistische Verfassungsfeinde, die letztlich auch die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen, sollen wissen: Wir halten an unserer Null-Toleranz-Strategie fest.“

09.05.2019

 

Es ist diese "Null-Toleranz-Strategie" des Polizeipräsidenten, unter der Alt- und Neonazis in der City und in ausgewählten Stadtteilen bandenmäßig auftreten, die Verfassung verhöhnen und Menschen martialisch bedrohen. Und trotz der großen Worte des Herrn Präsidenten ("gebe ihnen keinen Millimeter Freiraum") immer gefährlicher geworden sind. Offenbar will er genauso weitermachen.   (WR 10.05.)

Kommentar der Woche [12]

 

Enteignungsdebatte Linksherum im Kreis

 

... Die Freunde, Verwalter und Verbesserer des Kapitalismus haben es wirklich nicht leicht gerade: Bis eben war die einzige halbwegs von Wählergunst belohnte Antwort auf die weltmarktgetriebene Entwertung altmodischer Arbeit (die sich auch als Unerschwinglichkeit von Mietwohnraum äußert) der ökonomische Milchmädchen-Nationalismus von Trump bis Gauland. Der hat für die arbeitenden und die arbeitslosen Amerikaner oder Deutschen freilich den Nachteil, dass hinter seinen erst noch zu errichtenden Mauern die Löhne, sofern man die bestehende Besitzordnung beibehält, erbärmlich niedrig sein müssen, weil sonst das betreffende rechte Nationalparadies auf dem Weltmarkt mit anderen Staaten nicht konkurrieren kann, wenn jene anderen Staaten der freien Bewegung billiger Arbeit keine Grenzen setzen (Orbán, der logisch klarste unter den rechten Mauerbauern, hat das kapiert und deshalb zum Beispiel seinen Werktätigen mehr Überstunden verordnet, Stichwort „Sklavereigesetz“).

Von den Signalen des Einverständnisses, die alte, marode Westparteien diesem irren ökonomischen Nationalismus vorsichtig gönnen, um rechts zu fischen, profitieren nie sie, sondern immer neue Rechtspopulisten. Wäre es da nicht die allergerechteste Strafe für Sozis und Grüne, wenn von ihren linken Blinksignalen in den nächsten paar Wahlen überraschenderweise umgekehrt eine Partei profitieren würde, die etwas hat, was der Sozialismus angeblich zu viel hatte und was Merkel und Nahles gemeinsam offensichtlich entbehren, nämlich einen Plan? Sagen wir: die DKP?

 

Dietmar Dath in der FAZ am 03.05.

vollständig

Kommentar der Woche [11]

 

..... Wir Kommunisten sind der Auffassung, dass die EU nicht reformierbar ist. Damit meinen wir nicht, dass keine Reformen erkämpft werden können und müssen. Wir kämpfen gegen die EU, weil sie ein Instrument der herrschenden Klassen in den verschiedenen EU-Ländern ist, mit dem versucht wird, die Ausgebeuteten gegeneinander auszuspielen. Arbeitskräfte werden in armen EU-Ländern zu niedrigen Löhnen angeworben, um beispielsweise im „reichen“ Deutschland Druck auf die Löhne zu erzeugen. Je internationaler Kämpfe gegen solche Manöver, umso besser.
Das Reaktionäre, das Militaristische, das Neoliberale, das Undemokratische sind Grundbestandteile der EU, wie man deutlich an den Verträgen von Maastricht und Lissabon erkennen kann. Es bestehen keine Aussichten, sie in eine andere Richtung umzubiegen. Ein soziales, solidarisches Europa ist mit der EU nicht zu machen.

 

Patrik Köbele: EU geht nicht sozial

 

vollständig in uz vom 26.04.

Kommentar der Woche [10]

 

Es knistert und lodert weltweit. Die schlechten Nachrichten scheinen nicht abreißen zu wollen. Im nahen Osten führen saudische Truppen einen schrecklichen Krieg gegen den Jemen, im Westen ziehen sich Usamerikanische Truppen-verbände in der Karibik zusammen, um möglichst schnell in Venezuela einmarschieren und einen Regime-Change durchführen zu können. Das Aufkündigen des INF-Vertrages durch die Vereinigten Staaten kündigt ein neues nukleares Wettrüsten an. Die „Doomsday Clock“ (Weltuntergangsuhr) steht auf dem niedrigsten Stand seit 65 Jahren, nämlich auf zwei Minuten vor Zwölf. Die Gefahr eines großen Krieges wächst.

Die deutschen Nachrichten quellen fast über vor Verurteilung Russlands, Chinas und des „irren“ amerikanischen Präsidenten Trump. Dabei wird gern mal übersehen, dass Deutschland in diesem internationalen Kräftemessen ordentlich mitmischt. Die Neuaufteilung der Welt ist in vollem Gange, auch Deutschland möchte da sein Stück vom Kuchen abbekommen.

Den Herrschenden in Deutschland geht es strategisch vor allem darum, die eigenen militärischen Fähigkeiten an das ökonomische Gewicht anzupassen. Sie wollen Russland und China, aber auch den USA, militärisch auf Augenhöhe begegnen. Für dieses Ziel ist die Idee einer „EU-Armee“ von zentraler Bedeutung. Ein wichtiger Schritt in Richtung einer EU-Armee ist die „Ständige strukturierte Zusammenarbeit“, besser bekannt unter dem Kürzel „PESCO“.

PESCO soll zum „Motor“ einer Europäischen Rüstungsunion werden. Alle PESCO-Mitgliedsstaaten verpflichten sich unter anderem, an mindestens einem gemeinsamen Rüstungsprojekt teilzunehmen und einen Beitrag zu EU-Gefechtsverbänden zu leisten. Es geht also um die Bündelung von Geld und Streitkräften unter europäischem Banner. PESCO ermöglicht die Finanzierung gewaltiger Rüstungsvorhaben und soll ganz nebenbei die europäische Rüstungsindustrie fördern. Die EU soll im Wettkampf um die Vormachtstellung in der Welt, auch militärisch, unabhängiger von USA und NATO werden. Wann immer deutsche Politiker von „Europa“ sprechen, meinen sie aber eigentlich „Deutschland“. Hauptprofiteure des Abkom-mens sind die europäischen Hauptmächte Deutschland und Frankreich, die bei Abstimmungen innerhalb der PESCO jedes Vorhaben, das ihren Interessen nicht dient, blockieren können. So können Deutschland und Frankreich dafür sorgen, dass lukrative Aufträge an die eigene Rüstungsindustrie gehen und die militärischen Kapazitäten der restlichen EU-Staaten ihrer eigenen Kommandostruktur unterordnen. Allein Airbus sichert sich, mit dem Projekt der bewaffneten Eurodrohne, eines der wichtigsten europäischen Rüstungsvorhaben. Bis 2040 ist mit Rüstungsprojekten im dreistelligen Milliardenbereich zu rechnen.

PESCO bedeutet Aufrüstung und steigende Kriegsgefahr. Um diesem Rüstungswahnsinn entgegenzutreten,fordern wir:

  • Weg mit PESCO!
  • Abrüsten statt aufrüsten! Kein Geld für Rüstungs-vorhaben!
  • Den sofortigen Stopp aller Rüstungsexporte sowie die Umstellung der Rüstungsindustrie auf zivile Fertigung!
  • Frieden mit Russland!

 

zum Ostermarsch 2019, Flugblatt der SDAJ

Kommentar der Woche [9]

 

„Bundeswehr darf Schule machen“

 

Nachdem ich in Ihrer Zeitung nun bereits seit Monaten fahrlässig unkritische Artikel über die Bundeswehr und deren Schwierigkeiten (schlechte Ausrüstung, mangelndes Budget, geringe Akzeptanz usw.) lesen durfte, setzt der Kommentar von Tobias Blasius zum Thema „Bundeswehr an Schulen“ dem Ganzen die Krone auf.

Vermutlich möchte sich der Autor mit dem Ausdruck „Wohlstandspazifisten“ - gemeint sind hier Kritiker/innen der Bundeswehrauftritte an Schulen - für das Unwort des Jahres 2019 bewerben.

Selbstverständlich sollten sich alle, die ein Interesse an einer Karriere bei der Bundeswehr haben, auch darüber informieren können – aber außerhalb der Schulen!

Es kann nicht sein, dass die Bundeswehr in Zeiten wachsender Perspektivlosig-keit gezielt versucht, an Schulen Fuß zu fassen, Jugendliche für den „Dienst an der Waffe“ zu rekrutieren – und allgemein militärische Optionen als Konfliktlösungen hoffähig zu machen.

Die Bundeswehr ist nicht zuletzt durch ihre Praxis der Dienstverpflichtung Minderjähriger (= Kindersoldat/innen) zunehmend in die internationale Kritik geraten. Durch die intensive Anwerbung von Schüler/innen wird nicht nur die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verletzt, sondern es werden auch regelmäßig die Anforderungen des Jugendschutzes bei unter 18jährigen Soldat/innen in den Kasernen ignoriert.

Oft wird die Bundeswehr in der Öffentlichkeit als „normaler“ Arbeitgeber wahrgenommen, es wird verschwiegen, welche Rolle die Bundeswehr inzwischen in der Welt spielt. Auch deutsche Soldatinnen und Soldaten sind mittlerweile an Kriegseinsätzen und am Töten beteiligt.

Die Thematisierung „sicherheitspolitischer Fragen“, die Thomas Blasius der Bundeswehr in  Schulen überantworten möchte, sollte nach wie vor in den Händen ausgebildeter Pädagog/innen mit zwei abgeschlossenen Staatsexamina bleiben. Sie sind nicht nur höher qualifiziert, sondern - im Gegensatz zu Jugendoffizieren der Bundeswehr - gemäß Landesverfassung und Grundgesetz der Friedenserziehung verpflichtet.

Die Bundeswehr als Repräsentantin einer zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft und als Mittäterin bei internationalen Konflikten hat an Schulen nichts verloren.

Wenn von Ihrem Kommentator Thomas Blasius eine stärkere Verwendung von Steuergeldern für die Bundeswehr gefordert wird, mag dem Autor wohl entgangen sein, dass im kommenden Haushaltsentwurf der Bundesregierung für Verteidigung 45 Mrd. € veranschlagt werden sollen, 18 Mrd. € für Bildung.

Ein Skandal.

 Tobias Blasius schreibt für viele Zeitungen

Brief einer Leserin anlässlich der Ostermärsche

Kommentar der Woche [8]

 

Altmaier bekennt sich zum Stamokap

Bundesregierung legt „Nationale Industriestrategie 2030“ vor

 

... liest sich wie der Versuch der christlich geführten Regierung, sich von der politisch-praktischen Seite den theoretischen Einsichten der von DDR-Wissenschaftlern und anderen entwickelten Theorie des „Staatsmonopolistischen Kapitalismus“ (Stamokap) zu nähern: „In manchen Fällen stellen wir fest, dass die Summe der betriebswirtschaftlichen Einzelentscheidungen eines Landes nicht ausreicht, um globale Kräfte- und Wohlstandsverschiebungen auszugleichen oder zu verhindern: Denn ein Unternehmen hat sein Fortkommen im Blick, nicht das des gesamten Landes. In diesen Fällen … findet aktivierende, fördernde und schützende Industriepolitik ihre Berechtigung: Wenn es die Marktkräfte innerhalb einer Volkswirtschaft eines Landes nicht vermögen, deren Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Dies ist die Verantwortung und Aufgabe des Staates.“

Manfred Sohn in der uz vom 22. März 

Kommentar der Woche [7]

 

Gesundheit ist ein hohes Gut, doch die Versorgung von Menschen mit Erkrankungen und Pflegebedürftigen ist oftmals zum Sparobjekt geworden. Zugleich wächst der private, profitorientierte Sektor im Gesundheitswesen. Dortmund ist ein großer Gesundheitsstandort mit vielen Kliniken und Pflegeeinrichtungen und vielfach arbeiten die dort Beschäftigten am Limit. Deshalb sind alle interessierten Menschen, Verbände und Initiativen eingeladen, auch in Dortmund Missstände aufzuzeigen, und sich gemeinsam mit den betroffenen Beschäftigten für Verbesserungen einzusetzen, denn: ES GEHT UM UNSER ALLER GESUNDHEIT!

DGB Dortmund-Hellweg zur Gründung eines

Dortmunder Bündnis für mehr Personal im Gesundheitswesen

zum Aufruf

Kommentar der Woche [6]

 

Wenn wir zusammen gehen, geht mit uns ein schöner Tag

durch all die dunklen Küchen, und wo grau ein Werkshof lag,

beginnt plötzlich die Sonne unsre arme Welt zu kosen,

und jeder hört uns singen: Brot und Rosen! Brot und Rosen

 

Wenn wir zusammen gehen, kämpfen wir auch für den Mann,

weil unbemuttert kein Mensch auf die Erde kommen kann.

Und wenn ein Leben mehr ist als nur Arbeit, Schweiß und Bauch,

wollen wir mehr: gebt uns das Brot, doch gebt die Rosen auch.

 

Wenn wir zusammen gehen, gehen unsre Toten mit.

Ihr unerhörter Schrei nach Brot schreit auch durch unser Lied.

Sie hatten für die Schönheit, Liebe, Kunst, erschöpft nie Ruh.

Drum kämpfen wir ums Brot und wollen die Rosen dazu.

 

Wenn wir zusammen gehen, kommt mit uns ein bessrer Tag.

Die Frauen, die sich wehren, wehren aller Menschen Plag.

Zu Ende sei: daß kleine Leute schuften für die Großen.

Her mit dem ganzen Leben: Brot und Rosen! Brot und Rosen!

 

 Aus: Brot und Rosen. Geschichte und Perspektive der demokratischen Frauenbewegung,

Hrg. Florence Hervé, Verlag Marxisrische Blätter 1979

 

Unser Glückwunsch

Kommentar der Woche [5]

 

US-Außenminister Pompeo hat recht, wenn er sagt: "Das ist eine menschengemachte Katastrophe". Würden die USA nicht seit 20 Jahren daran arbeiten, Venezuela zu destabilisieren, wäre die wirtschaftliche Lage Venezuelas heute nicht so, wie sie jetzt ist. Die Erdöleinnahmen nutzte die Regierung massiv für Investitionen in Gesundheit und Bildung. Für breite Kreise der Bevölkerung hatte sich die Situation in den Jahren nach der chavistischen Revolution deutlich verbessert. Wirksamer zur Überwindung der katastrophalen Versorgungsengpässe wäre daher die Aufhebung der US-Sanktionen. Sie übersteigen in ihrem wirtschaftlichen Schaden um ein Vielfaches den Wert einer US-Hilfslieferung an der Grenze. Aber den USA geht es nicht um Demokratie und Beseitigung von Menschenleid. Es soll ein "regime change" durchgeführt werden - ohne Rücksicht auf Verluste.

 

Leserbrief in RN 23.02.19, Dave Varghese

Kommentar der Woche [4]

 

Spendenaufruf

 

Unsere Genossinnen und Genossen in Venezuela brauchen auch unsere materielle Solidarität. Nach dem Aufruf des Parteivorstands sind bis zum 5. Februar 2019 bereits 3 500 Euro auf dem Spendenkonto eingegangen. Protestiert gegen den Putschversuch! Spendet für unsere Schwesterpartei PCV auf das Konto des DKP-Parteivorstands:

 

BIC: GENODEM1GLS

IBAN: DE63 4306 0967 4002 4875 01

Verwendungszweck: Venezuela

aus uz 15. 02. 2019

 Kommentar der Woche [3]

 

Fridays for Future - Schwänzen gegen den Klimawandel

 

… Grundsätzlich kann das Klima nicht durch einzelne Regulierungen geschützt werden. Ich denke, irgendwann kommt die Zeit, wo man Verbindlichkeiten und auch Verbote schaffen muss. Und der Zeitpunkt ist unserer Meinung nach schon erreicht. Es gibt viele wissenschaftliche Studien, zum Beispiel vom IPCC oder dem Fraunhofer-Institut, die sagen, jetzt ist der Zeitpunkt, wo man ganz klar Grenzen setzen muss. Denn die langfristigen Folgen des Klimawandels werden heute nicht einbezogen. Würden sie beachtet werden, dann könnte man von einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Politik sprechen. Es müssen internationale Klimaallianzen gebildet werden, wo man sich ambitioniert mit dem Klimawandel auseinandersetzt und nicht scheinheilig rumgeredet wird. Es muss richtig viel Geld reingepumpt werden. Dazu gehört auch Umverteilung, um das Geld für den Ausbau des Nahverkehrs oder für die Energiewende zu nützen.

 

Jan Küter-Luks, Schüler, im uz-Interview, 01.02.2019

Kommentar der Woche [2]

 

Realistischer „Tatort“ trifft beschwingten Neujahrsempfang

 

Der Oberbürgermeister ist entsetzt und kann es nicht für sich behalten – „das lässt sich nach der Folge von Sonntag nur als fortwährendes Mobbing gegenüber einer Stadt, einer Region sowie den dort lebenden Menschen bezeichnen“ und „ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn Sie den Dortmund-Tatort einstellen und Kommissar Faber und sein Team in den vorzeitigen Ruhestand schicken würden“, schreibt der Boss der Stadt an den zuständigen Mann im WDR. Dagegen ist die beschwingte Stimmung bei seinem Neujahrsempfang im Konzerthaus etwas ganz anderes - der OB ist wie immer sein bester PR-Mann und breitet seine Klischees über die Dortmunder Realität genüsslich aus.

 

Die Demonstration gegen Obdach- und Wohnungslosigkeit vor der Tür gehört nicht zu seiner Realität. Es ist gerade ein paar Tage her, da wurden die Hilfskräfte des städtischen Ordnungsdienstes ermächtigt, mit polizeilichen Schlagstöcken erst zu üben und sie dann auch zu benutzen – der OB fand das gut. Er ist auch Gast bei den inzwischen regelmäßigen Razzien in der Nordstadt, inmitten hunderter Einsatzkräfte, an der Seite des Polizeipräsidenten. Auch solche angstmachende Realität blendet er weg. Der Chef des Unternehmens hält alle Widersprüche aus - nicht zuletzt auch die seiner konturlosen großen Koalition im Verwaltungsvorstand und ‚da unten‘ im Rat der Stadt.

Wolfgang Richter 23.01.2019

Kommentar der Woche [1]

 

„Der äußere wie der innere Militarismus ist ein Werkzeug in den Händen der herrschenden Klassen für die Interessen der herrschenden Klassen. Er ist die festeste Schutzwehr und das wirksamste Unterdrückungs- und Ausbeutungs-instrument der herrschenden Klassen. Er gibt diesen die Möglichkeit, auch gegen den Willen der großen Mehrheit des Volkes wenigstens für eine geraume Zeit ihre Herrschaft aufrechtzuerhalten, und ist ein Hindernis der friedlich-organischen Entwicklung der Gesellschaft. Er ist eine immer unerträglichere wirtschaftliche, politische und moralische Last für die Masse des Volkes und eine Gefährdung des Völkerfriedens. Wenn er auch zur Ausbildung einer terroristischen Autokratie neigt, so ist er an sich nicht Selbstzweck, sondern nur die Schutz-und-Trutz-Erscheinungsform aller ausbeutenden und unterdrückenden Mächte, die Reaktion und der Kapitalismus in Waffen. Er birgt in sich selbst zahlreiche Widersprüche. Seine Interessen und Bedürfnisse stehen vielfach im Gegensatz zu den unmittel-baren Profitinteressen des Kapitalismus, dem er doch in letzter Linie zu dienen bestimmt ist. Wichtige Entwicklungstendenzen des Kapitalismus selbst wirken zur Untergrabung seiner Voraussetzungen. Dieser dialektische Zersetzungsprozess geht neben dem allgemeinen dialektischen Zersetzungsprozess des Kapitalismus einher, und der allgemeine Kampf gegen den Kapitalismus und gegen alle Reaktion trifft auch den Militarismus mit. Dennoch ist bei seiner besonderen Gefährlichkeit eine spezialisierte und besonders energische Bekämpfung eine Lebensnotwendigkeit für das Proletariat.“

                             Karl Liebknecht 1910, nach Dietmar Dath in uz am 11. Januar

 

Nützliche Links

 

DKP Dortmund bei facebook:

https://www.facebook.com/DKPDortmund/

 

Deutsche Kommunistische Partei:

www.unsere-zeit.de

 

Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend:

 

Stiftungen und Netzwerke:

 

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschist/innen:

  • VVN/BdA:

www.vvn-bda.de

 

Gewerkschaften

  • DGB Dortmund-Hellweg:

https://dortmund-hellweg.dgb.de/

  • Einzelgewerkschaften in Dortmund:

DGB-Einzelgewerkschaften

 

Dortmunder Szene:

  • Fraktion "Die Linke. im Rat:

www.dielinke-dortmund.de/fraktion/rat

https://www.dortmund-initiativ.de/

  • BVB-Fanclub Heinrich Czerkus:

www.bvb-fanclub-heinrich-czerkus.de/

 

 

 

 

 

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