Willkommen auf der Internetseite der DKP Dortmund
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Liebe Genossinnen und Genossen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

1885 also vor 130 Jahren befand sich an dieser Stelle ein kleiner jüdischer Friedhof, der der Stadt Dortmund übergeben wurde mit der Maßgabe, dass er nicht bebaut werden dürfe. 58 Jahre später wurde dieser Friedhof unter dem faschistischen Regime dem Erdboden gleichgemacht.

Und vier Jahre zuvor, am 9. Nov. 1938, hatten auch in Dortmund, in Hörde und Dorstfeld, die Synagogen gebrannt, jüdische Wohnungen und Geschäfte wurden geplündert und zerstört, jüdische Menschen über die mit Glasscherben übersäten Straßen getrieben, verhöhnt, geschlagen und in die Steinwache gesperrt.

 

Diejenigen, die dazu in der Lage waren und sich der tödlichen Gefahr bewusst waren, flohen vor den Faschisten – insgesamt 12 Mio. Menschen waren damals auf der Flucht.

Heute haben wir uns hier eingefunden um uns zu erinnern und zu gedenken: dem millionenfachen Mord an Juden, Sinti, Roma, Homosexuellen und politisch anders Denkenden durch die Nazis und dem Schrecken des 2. Weltkrieges. Wir wollen mahnen, dass es nie wieder Faschismus geben darf, nicht hier und nicht woanders!

Und wir wollen daran erinnern, dass die Faschisten nicht von alleine an die Macht kamen. Es waren nicht nur die braunen Schlägerhorden die Nazideutschland schufen:

  • Es waren Polizei und Gerichte, die den Nazis die Straße frei machten, die ihre Morde und Überfälle bagatellisierten und wenn, dann nur halbherzig verfolgten.

  • Es waren Wehrmacht, Polizei, der gesamte öffentliche Dienst, der die Nazis in seinen Reihen nicht nur duldete.

  • Es waren nicht nur die Reichen, die sich nach Recht und Ordnung und einem starken Deutschland sehnten.

  • Es war die bürgerliche Angepasstheit, die immer mehr wegguckte und sich sagte, so schlimm sind die doch gar nicht.

  • Und es waren die Unternehmer und Großkapitalisten, die Hitler und seine Mörderbanden finanzierten.

 

Wir sind uns bewusst, dass wir die Ursachen für Faschismus und Krieg bis heute nicht überwunden haben. Das wissen wir Dortmunder als erklärte Hochburg der Neonazis sehr genau. Und aus der Wohlanständigkeit des Mittelstandes heraus wächst der rechtsradikale Populismus wie AfD und Pegidas, der auch vor Angriffen auf Flüchtlingsheime und Asylbewerber nicht halt macht. Die Situation der Flüchtlinge wird ausgenutzt um Stimmung zu machen, führende AfD-Politiker fordern gar den Einsatz von Schusswaffen.

 

Die Ruhr Nachrichten vom 26. 10. dieses Jahres: Zwei Angriffe auf sechs Ausländer in zwei Nächten: Rechtsextremisten haben sich am Wochenende in Dortmund gezielt Passanten mit Migrationshintergrund als Opfer ausgesucht und mit Baseballschlägern, Teleskopschlagstöcken und einem Messer verletzt oder bedroht.

 

Die RN vom 31. 10. dieses Jahres: Einschüchterungsversuche, Nachstellungen, Drohungen: Seit einem Jahr ist Peter Bandermann, Redakteur der Ruhr Nachrichten, Opfer solcher Aktionen von Neonazis. Bandermann stellte Strafanzeige, doch die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein.


Die RN vom 23. 10.: Gewalt, Bedrohung, Rassismus, Propaganda: Unverhohlen gehen Rechtsextreme und die Partei "Die Rechte" in NRW gegen Demokratie und Freiheit vor. Der Verfassungsschutz sieht die Gefahr, dass in der Szene Terrorzellen entstehen können.

 

Also, und um es mit Brecht zu sagen: Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch!

 

Wie vor 1933 fangen wieder Teile von Politik, Polizei und Gesellschaft an, sich zu Steigbügelhaltern der Nazis zu machen.

 

Heute kann man ungestraft sagen „KZs sind derzeit leider außer Betrieb“ ohne vom Fleck weg verhaftet zu werden, die Staatsanwaltschaft prüft …

 

Wir fordern das Verbot der Partei „Die Rechte“, der NPD und aller neofaschistischen und rechtsextremen Gruppen.

 

Wir erklären uns solidarisch mit den Menschen, die unter unglaublichen Bedingungen und Strapazen in unser Land kommen, die vor den vom Kapitalismus verursachten Kriegen und der damit verbundenen Verelendung und Verrohung fliehen. Wir verurteilen zutiefst die abstoßenden Angriffe auf Menschen, die vor Verfolgung und Terror Zuflucht bei uns suchen. Und…

jede Einschränkung von Flüchtlingsrechten bedeutet Wasser auf die Mühlen des rechten Mobs.

 

Stellen wir uns dem braunen Sumpf entgegen. Machen wir ihnen das Leben in Dortmund zunehmend schwerer:

 

Dortmund bleibt bunt und hilfsbereit!

Nazis raus aus unserer Stadt!!!

 

Vielen Dank!

 

 

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